Bestimmungen über die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Glückstadt Anlage zu § 4 der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Glückstadt  Nach § 4 der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Glückstadt gilt für die Aufnahme in die  Jugendabteilung sowie für die Pflichten und Rechte der Mitglieder die Anlage „Bestimmungen über die  Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Glückstadt“  § 1 Name Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Glückstadt - (Jugendfeuerwehr)   ist eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr.  § 2 Aufgaben Die Jugendfeuerwehr hat die Aufgabe, 1.  ihren Mitgliedern eine feuerwehrtechnische Grundausbildung zu vermitteln,  2.  ihren Mitgliedern jugendpflegerische Arbeit zu ermöglichen,  3.  das Gemeinschaftsleben und die demokratischen Lebensformen unter den Kindern und Jugendlichen  zu fördern,   4.  dem gegenseitigen Verstehen und dem Frieden unter den Völkern zu dienen. Dieses Ziel sollte durch  Auslandsfahrten, Begegnungen, Treffen und Wettbewerben mit ausländischen Jugendfeuerwehren  und anderen Jugendgruppen erstrebt werden.  5.  die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu fördern.  § 3 Mitglieder (1) In die Jugendfeuerwehr kann eintreten, wer seinen Wohnsitz  in der Stadt Glückstadt oder einer  Nachbargemeinde hat. Die Bewerberin oder der Bewerber   müssen körperlich und geistig für den  Dienst in der Jugendfeuerwehr tauglich sein.  (2) Der Eintritt in die Jugendfeuerwehr ist mit Vollendung des 10. Lebensjahres und bis vor Vollendung  des 17. Lebensjahres möglich.   (3) Ein Aufnahmeantrag ist an die Wehrführung (Wehrführerin oder Wehrführer) zu   richten. Ihm ist  eine schriftliche Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter beizufügen.   (4) Der Wehrvorstand entscheidet über die vorläufige Aufnahme als Mitglied der Jugendfeuerwehr. Der  Wehrvorstand kann diese Befugnis auf die Jugendfeuerwehrwartin oder den Jugendfeuerwehrwart  übertragen. Nach einem Probejahr beschließt der Wehrvorstand die endgültige Aufnahme auf  Vorschlag der Jugendversammlung.  § 4 Ende der Mitgliedschaft Die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr endet 1.  durch Erklärung des Austritts durch das Mitglied oder seine gesetzlichen Vertreter.  2.  durch Ausschluss nach § 16 der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr.  3.  durch Übertritt in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr, in der Regel mit Vollendung des 18.  Lebensjahres.   4.  in Sonderfällen ist ein Verbleib in der Jugendfeuerwehr bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres  möglich.  § 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder (1) Jedes Mitglied der Jugendfeuerwehr hat das Recht, 1.  bei der Gestaltung und Umsetzung der Jugendarbeit aktiv mitzuwirken,  2.  in eigener Sache gehört zu werden,  3.  den Jugendausschuss zu wählen.  (2) Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind verpflichtet, 1.  am Ausbildungsdienst sowie sonstigen dienstlichen Veranstaltungen teilzunehmen, anderenfalls sich  im Verhinderungsfall vorher zu entschuldigen,  2.  bei der jugendpflegerischen und feuerwehrtechnischen Arbeit mitzuwirken,  3.  die Kameradschaft innerhalb der Jugendfeuerwehr zu pflegen und zu fördern,  4. die im Rahmen dieser Bestimmungen und die in  §1 genannten Satzung aufgestellten Umgangsformen, Anordnungen und Verfahrensweisen der Wehrführung, der Jugendfeuerwehrwartin oder des Jugendfeuerwehrwarts, der Jugendgruppenleitung (Jugendgruppenleiterin oder Jugendgruppenleiter) und ihrer Beauftragten zu befolgen und zu unterstützen, 5.  die Unfallverhütungsvorschriften zu befolgen.   § 6 Organe der Jugendfeuerwehr Organe der Jugendfeuerwehr sind 1. die Jugendversammlung und 2. der Jugendfeuerwehrausschuss. § 7 Jugendversammlung (1) Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bilden die Jugendversammlung unter dem Vorsitz der  Jugendgruppenleitung. Die Gemeindewehrführung, ihre Stellvertretung und die Jugendfeuerwehrwartin  oder der Jugendfeuerwehrwart können mit beratender Stimme teilnehmen.   (2) Die Jugendversammlung wählt den Jugendfeuerwehrausschuss für ein Jahr und beschließt über alle  Angelegenheiten, für die nicht der Wehrvorstand oder der Jugendfeuerwehrausschuss zuständig ist.   (3) Zu jeder Sitzung der Jugendversammlung wird durch die Jugendgruppenleitung im Benehmen mit der  Gemeindewehrführung schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung mindestens eine Woche vor dem  Sitzungstag geladen. Dringlichkeitsanträge können spätestens während der Sitzung gestellt werden.   (4) Eine Jahreshauptversammlung ist innerhalb von drei Monaten nach Ende des Kalenderjahres  durchzuführen, zu der der Jugendfeuerwehrausschuss den Jahresbericht über die Tätigkeit der  Jugendfeuerwehr vorzulegen hat.  (5) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei der Berechnung der Stimmenmehrheit zählen  nur die Ja- und Nein-Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt. Es wird offen  abgestimmt.  § 8 Jugendfeuerwehrausschuss (1) Die Mitgliederversammlung wählt für ein Jahr den Jugendfeuerwehrausschuss. (2) Dem Jugendfeuerwehrausschuss gehören an: 1.  die Jugendgruppenleitung (Jugendgruppenleiterin oder Jugendgruppenleiter),   2.  die Jugendgruppenführerin/nen oder der oder die Jugendgruppenführer.   3.  die Schriftführung,   4.  die Kassenführung.  (3) Der Jugendfeuerwehrausschuss 1.  bereitet die Sitzungen der Jugendversammlung und ihre Beschlüsse vor und führt diese aus,   2.  legt den Jahresbericht der Jugendversammlung und der Mitgliederversammlung der Freiwilligen  Feuerwehr vor,  3.  legt die Jahresrechnung der Jugendversammlung vor,   4.  wirkt bei der Aufstellung der Dienstpläne durch die Jugendfeuerwehrwartin oder den  Jugendfeuerwehrwart mit und   5.  erarbeitet Vorschläge für die jugendpflegerische Arbeit.   (4) Die Jugendgruppenleitung beruft die Sitzung des Jugendfeuerwehrausschusses im  Einvernehmen mit der  Jugendfeuerwehrwartin oder dem Jugendfeuerwehrwart, der an der Ausschusssitzung beratend teilnehmen  kann, mindestens viermal im Jahr ein.  § 9 Jugendgruppenleitung (1) Zur Jugendgruppenleitung ist wählbar, wer mindestens 14 Jahre alt ist und mindestens ein Jahr der  Jugendfeuerwehr angehört.   (2) Die Jugendgruppenleitung ist für die Ordnung innerhalb der Jugendfeuerwehr verantwortlich.  (3) Die Jugendgruppenleitung vertritt die Jugendfeuerwehr im Jugendforum auf Kreisverbandsebene.  § 10 Wahlen (1) Die Wahlen zum Jugendfeuerwehrausschuss erfolgen unter Leitung des Wahlvorstandes durch  geheime Abstimmung auf Stimmzetteln. Bei der Wahl des Wahlvorstandes wird offen abgestimmt.   (2) Die Jugendgruppenleitung wird mit der Mehrheit von mehr als der Hälfte der anwesenden  stimmberechtigten Mitglieder gewählt. § 13 Abs. 2 der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr gilt  entsprechend.   (3) Als sonstiges Mitglied des Jugendfeuerwehrausschusses ist gewählt, wer die meisten Stimmen erhält.  Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los, das die Wahlleitung zieht.   (4) Die Wahlleitung hat die Gemeindewehrführung als die oder der Vorsitzende. Ist die Wehrführung  verhindert, wird die Wahl von ihrer Stellvertretung oder der Jugendfeuerwehrwartin oder dem  Jugendfeuerwehrwart geleitet. Die Wahlleitung bildet mit zwei aus der Jugendversammlung zu  wählenden Mitgliedern den Wahlvorstand, der für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl  verantwortlich ist.   (5) Wahlvorschläge für die Mitglieder des Jugendfeuerwehrausschusses können in der Sitzung  unterbreitet werden.  § 11 Kameradschaftskasse (1) In der Jugendfeuerwehr wird zur Pflege der Kameradschaft eine Handkasse eingerichtet. Sie ist  Bestandteil der Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr. Sie wird von der Kassenführung der  Jugendfeuerwehr im Rahmen der Beschlüsse der Jugendversammlung geführt.  (2) Die Kameradschaftskasse ist jährlich von der Kassenführung und den Kassenprüfern der Freiwilligen  Feuerwehr im Rahmen der Kassenprüfung der Kameradschaftskasse zu prüfen.   (3) Die Jahresrechnung ist durch die Kassenführung der Jugendfeuerwehr aufzustellen. Der  Jugendversammlung ist die Jahresrechnung vorzulegen. Die Jugendversammlung erteilt dem  Jugendausschuss auf Antrag der Kassenführung oder der Kassenprüfer der Freiwilligen Feuerwehr die  Entlastung.  § 12 Ausbildung, Einsatz und Jugendarbeit (1) Die Ausbildung für das Feuerwehrwesen umfasst die Ausbildung im abwehrenden und vorbeugenden  Brandschutz und in der technischen Hilfe.   (2) Bei der praktischen Ausbildung an den Fahrzeugen und Geräten ist die körperliche Leistungsfähigkeit  der Jugendlichen zu berücksichtigen.   (3) Mitglieder der Jugendfeuerwehr nehmen nicht an Einsätzen teil.  (4) Die jugendpflegerische Arbeit ist fester Bestandteil der Ausbildung, auf Basis des Bildungsprogramms  der Deutschen Jugendfeuerwehr.   (5) Die Ausbildung für das Feuerwehrwesen und die jugendpflegerische Arbeit führt die  Jugendfeuerwehrwartin oder der Jugendfeuerwehrwart im Rahmen der Dienstpläne im  Zusammenwirken mit dem Jugendfeuerwehrausschuss durch.  (6) Die Jugendfeuerwehrwartin / der Jugendfeuerwehrwart und der Jugendfeuerwehrausschuss sind  angehalten, regelmäßig an Fortbildungen auf Amts-, Kreis- oder Landesebene teilzunehmen.  (7) Im Sinne einer funktionierenden Integration sollten Jugendfeuerwehr-Mitglieder ab 16 Jahren parallel  am Ausbildungsdienst der Einsatzabteilung teilnehmen.  § 13 Ordnungsmaßnahmen Verstößt ein Mitglied der Jugendfeuerwehr gegen diese Ordnung oder gegen Anordnungen der Wehrführung  oder der Jugendfeuerwehrwartin oder des Jugendfeuerwehrwarts, so kann der Wehrvorstand dies nach § 16  der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr ahnden.  § 14 Schlussbestimmungen Mit Inkrafttreten der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Glückstadt tritt die Ordnung für die  Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Glückstadt vom 01 Februar 1997 außer Kraft.  Copyright © 2010-2017 Webteam JF Glückstadt     Stand 9/2017 Satzung seit 1962